Kategorie: Lesetipps

Die Herkunft des Begriffs „Shitcoin“

Namecoin_WikipediaEintrag
Hält den Titel seit April 2011: „Namecoin“, der allererste „Shitcoin“

Eigentlich ist es sehr naheliegend, alle alternativen Währungen von Kryptogeld als Shitcoin zu bezeichnen: es reimt sich zu einfach auf Bitcoin.

Tatsächlich aber gibt es zu diesem Begriff eine Geschichte, die sich in Zeiten von digitalen, omnipräsenten Medien heutzutage leicht zurückverfolgen lässt.

Es war im November 2010, als im heute bereits legendären Onlineforum bitcointalk.org über potenzielle Nachahmer diskutiert wurde. Dort tauchte auch ein Beitrag eines Users namens ribuck auf: https://i.redd.it/lnz8dtxhexn31.jpg.

Folgt man dem Link hier, führt dieser zu einem Screenshot des Beitrags, in dem am 8. November 2010 der Begriff das erste Mal überhaupt schriftlich erwähnt wird – die Geburtsstunde des Shitcoin.

Damals war man sich noch nicht sicher, ob die Idee von Kryptowährungen Anklang finden würde, schließlich war Bitcoin da in nutzbarer Form noch keine zwei Jahre alt. Spekuliert wurde über das sehr menschliche Verhalten namens Gier und dass es wohl sehr wahrscheinlich sein würde, würde das Konzept des Bitcoin erst einmal richtig Fahrt aufnehmen, es auch viele Nachahmer und Kopisten nach sich ziehen würde. Getreu nach dem Motto: „get rich quickly“.

ribuck brachte spaßeshalber auch gleich die ersten Namen dieser Alternativwährungen ins Spiel: Gitcoin. Nitcoin. Titcoin. Und am Ende der Auflistung eben, den heute berühmten Begriff Shitcoin.

Wie wichtig dieser Beitrag werden würde, sollten wir erst Jahre später erfahren: Namecoin, veröffentlicht April 2011, hält offiziell den „Ehrentitel“, der erste Shitcoin der Kryptogeld-Geschichte zu sein. Im Oktober des selben Jahres wurde Litecoin publik und verdient sich hier die Silbermedaille.

Libra

Was wir hier sehen ist das Konsortium an Firmen, das sich noch vor dem Start des „Facebook-Coin“ Libra gegründet hat, um das Konzept der digitalen Währung des sozialen Netzwerks zu unterstützen, und dazu auch noch in einer einzigen Graik:

Gefunden bei „Hackernoon“

Dieses Thema ist so dermaßen heiß diskutiert diesen Sommer, man möchte meinen, es sei eine Revolution. Und die Debatte ist nach wie vor ongoing.

Selbst auf Länderebene wird darüber diskutiert und was noch viel interessanter ist, davor gewarnt: G7-Staaten warnen vor Facebook-Geld Libra | heise online:

„The Facebook proposal to create a new cryptocurrency as part of its broader Libra project raises profound questions about national sovereignty, corporate power, consumer protection, competition policy, monetary policy, privacy and more…. We call on Congress and regulators to impose a moratorium on Facebook’s Libra and related plans until the profound questions raised by the proposal are addressed.“

Facebook hat derzeit die Sozialkontaktdaten von offiziell 2,38 Milliarden Menschen in seinem Besitz. Das entspricht etwa 30% der Weltbevölkerung. Nicht auszudenken, was passieren würde, würde diese „virtuelle Riesen-Nation“ plötzlich eine eigene Währung einführen und sich von Banken unabhängig machen wollen.

Dabei ist nicht einmal klar derzeit, was „Libra“ überhaupt sein soll.

Laut Facebook soll es keine Kryptowährung sein, sondern eine „Digitalwährung“, die zuerst für das soziale Netzwerk, sowie den Messenger WhatsApp zur Verfügung stehen soll. Dagegen spricht allerdings die Nutzung von Blockchain-Technologie und das Einführen einer eigens entwickelten Wallet namens „Calibra“ (joa, so wie der Opel damals…), siehe diesen Tagesschau-Artikel.

Unser aktueller Senf dazu:

1) das Konzept kommt mindestens 2-3 Jahre zu spät
2) Libra ist nicht dezentral, ein Key Feature jeder zukunftsfähigen Kryptowährung
3) Libra ist nicht open-source, ein weiteres Key Feature jeder zukunftsfähigen Kryptowährung
4) solange es keine wirklich neue Kryptowährung ist, die sich mit etablierten wie Bitcoin, Ether, Litecoin, etc. messen lassen wird, wird das nichts
5) die Unterstützer-Riege sind die „DAUs der Kryptothemen“ und finden keinen alternativen Ausweg mehr
6) was sind die Benefits entgegen z.B. dem Konzept PayPal allein? Wir sehen keine aktuell
7) einen zynischeren Namen für neues Kryptogeld hätte gerade Facebook nicht mehr wählen können

Wir sind gespannt, wie und was sich bis 2020 hier noch ereignen wird und bleiben natürlich dran an dem Thema.

Schöne Kryptogeld-Ferien wünscht,
kryptogeld.io

Bitcoin auf dem Wege der Erholung, Textressourcen

Pünktlich zum 1. April schlug die weltbekannteste dezentrale Kryptowährung der Welt, Bitcoin, eine Art langerwarteten Weg der Erholung ein. Ohne Scherz! Man merkt das immer sehr schnell an der Hochfrequenz neuer, teilweise leider auch völlig unsinniger, Posts und Kommentare über das Internetforum reddit.

bitcoin-2640692

Derzeit steht der Bitcoin-Kurs bei 4.500€ und ist damit um 800€ geklettert in den letzten nur 12 Tagen.

Das letzte Mal, dass es einen derartigen Anstieg zu verzeichnen gab, war 2015.

So ganz unbegründet ist der Anstieg nicht: geht es mit dem Bitcoin nach oben, geht es der Weltwirtschaft meist weniger gut bzw. verschlechtern sich Prognosen.

So sind derzeit die Brexit-Wirren zwar erst einmal bis 31. Oktober 2019 verschoben worden, aber noch lange nicht ausgestanden. Der Handelskrieg zwischen den USA und China schwelt weiterhin. Und auch die Wirtschaftsinstitute der Bundesrepublik melden sich seit Wochen zu Wort und warnen vor einem 0,x Prozent Wachstum („Talsohle“).

In der Zwischenzeit reichen wir gerne einen Link zu Literatur weiter, die zum Bitcoin erst geführt hat: https://nakamotoinstitute.org/literature/.

Das Nakamoto Institut unterhält eine Liste mit Textsammlungen, die die Kryptowährung in den breiteren Kontext von Kryptographie und Freiheit stellen. Auch diese Idee und das Konzept entstanden selbstredend nicht in einem Vakuum. Viele der Texte kann man frei online lesen und sind meist in englischer Sprache abgefasst. Die Liste stammt übrigens von einem besseren Thread auf reddit; um den Ruf des populären Forums etwas wiederherzustellen.

Auch alternative Währungen, wie Ethereum, Litecoin, EOS oder NEO, mit völlig anderen vielversprechenden Konzepten, konnten ein wenig anziehen mit ihren Preisen. Sie sind jedoch von den „Boompreisen“ aus 2017 ebenfalls noch meilenweit entfernt.

Wir sind gespannt wie es weiter geht und hoffen das Beste. Schließlich befindet sich keine der hier erwähnten Technologien bereits außerhalb eines besseren Beta-Status; was uns von kryptogeld.io nicht anders geht ;-).

Bis zum nächsten Mal und viel Glück & Erfolg beim Kryptogeld-Kauf wünscht,
kryptogeld.io

Kryptogeldfreundliche Ballungszentren

ETC Wallpaper - Ethereum Classic ATM
Oben: leider kein wirklicher Ether-Automat…

Wir fanden einen Beitrag zu den „bitcoinfreundlichsten Städten“ der Welt.

Die Hauptstadt Deutschlands ist zwar dabei, in einem älteren Beitrag auf kryptogeld.io hatten wir allerdings darauf hingewiesen, dass das zentraleuropäische Land nach wie vor nicht zu den kryptogeldfreundlichsten Europas gehört.

Die Liste ist daher mit Vorsicht zu genießen, aber dennoch sehr informativ:

https://dailyhodl.com/2019/02/09/top-10-bitcoin-friendliest-cities-in-the-world/.

Kudos auch an die Macher von dailyhodl.com: auf diesen Domainnamen wären selbst wir nicht gekommen. ^^

Frohe Weihnachten & ein Frohes Neues Jahr 2019!

Kryptogeld.io & Marty „Nike Air Bitcoin(TM)(C)(R)“ McFly wünschen allen Kryptogeld-Enthusiasten in Europa:

BTTF holiday

Leider wird das Ende 2018 nichts mehr mit unseren prognostizierten 25.000€ für einen Bitcoin.

Dafür gab es dieses Jahr eine Reihe von interessanten „Token“ (Coupons), die die Welt jetzt erstmal kennenlernen muss (z.B. HEALP, ONOT3, etc.).

Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr wieder mit den 10.000-15.000€. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt…

Frohe Weihnachten & einen guten (Kryptogeld-)Rutsch ins Neue Jahr 2019 wünscht,
das Team von
kryptogeld.io

Vorgestellt: der Papa von Wikipedia-Bitcoin

28. September 2018 Bitcoin, Lesetipps, News kryptogeld.io

Wir stellen vor, das ist Ladislav Mecir, der „Vater“ des Bitcoin-Eintrags auf Wikipedia:

Ladislav Mecir: der Papa des Bitcoin-Wikipedia-Eintrags
Ladislav Mecir: der Papa des Bitcoin-Wikipedia-Eintrags

Mecir widmet sich pro Tag zwei Stunden den Wikipedia-Einträgen zu Bitcoin in der englischsprachigen und tschechischen Ausgabe. Er erhält (maintainet) und erweitert diese beständig.

Das Online-Magazin „The Outline“ zeigt den 57-Jährigen im Porträt und einem mehr als lesenswerten Onlinebeitrag:

https://theoutline.com/post/4974/everything-you-know-about-bitcoin-is-thanks-to-this-czech-grandpa.

Super Sache und mehr als vorbildlich! Kudos!

Kryptogeld: Investitions-Tipps

=== Vorwort ===

Die Macher von Kryptogeld.io bringen jahrelange Erfahrung im vielversprechenden und zukunftsträchtigen Bereich Kryptowährungen mit. Wir starteten 2013 mit Investitionen in Bitcoin, wenige Jahre später auch in Ethereum. Dadurch war es uns vielleicht nicht als Erste, doch aber lange vor dem Hype 2017 möglich, den Markt zu analysieren, zu beobachten und entsprechend zu reagieren.

Cryptocurrency Art Gallery

=== Ressourcen ===

Um Tipps für Investitionen in Kryptowährungen zu geben ist das Verfolgen entsprechender Medien im Internet unerlässlich. Bevor wir konkret die Tipps auflisten, möchten wir drei wichtige Ressourcen weiterreichen, absteigend sortiert nach Wichtigkeit:

* bitcointalk.org – egal ob es eine neue Kryptowährung geben wird, Nachrichten zu den populärsten ausgetauscht werden oder man wissen möchte, wo die nächste Falle/der nächste Deal lauert, bitcointalk.org ist _das_ erste Medium der Wahl. Es ist ein einfaches Internetforum, durch Bitcoin-Macher Satoshi Nakamoto unter Pseudonym 2009 selbst lanciert, noch heute findet sich dort der Willkommenspost. Die Kommunikation findet fast ausschließlich auf Englisch statt, es gibt jedoch auch Unterforen in anderen Sprachen.

* CoinGeckocoingecko.com wurde durch Individuen erschaffen, die durch Kryptogeld-Handel auf die Nase gefallen sind. Sie fragten sich, wie es sein kann, dass bestimmte Kryptowährungen nur Verluste abwerfen, während andere völlig unterschätzt wurden. Sie erschufen eine neue Art von Ranking, das nicht nur Marktkapitalisierung betrachten sollte, wie es z.B. CoinMarketCap (siehe nächster Punkt) durchführt. In ihre Berechnungen für die Chart auf der Homepage ist z.B. ein Kriterium aufgelistet, das sich „Developer“ nennt. Die Macher beobachten so den Stand der Entwickler der jeweiligen Währung und analysieren Quellcode-Pools, z.B. GitHub, auf Aktivität. Entwickler-Power ist ein wichtiger Garant für die Zukunftsfähigkeit einer Kryptowährung.

* CoinMarketCap – darf natürlich in dieser Auflistung nicht fehlen, durch Mainstream-Medien mittlerweile eine Art „Standard-Medium“ zur Marktkapitalisierung, also dem Gesamtwert des weltweiten Marktes an Kryptowährungen. Neben dieser Information findet sich jedoch auch ein Hinweis auf die Marktmacht von Bitcoin (gelistet im Header unter „BTC Dominance“), ob eine Kryptowährung minebar ist oder nicht (mehr weiter unten), wie der zeitliche Verlauf der Wertentwicklung ist als anpassbare Chart, usw.

Nun zu den eigentlichen Investitions-Tipps.

=== Die 7 weisen Investitionsratschläge von Kryptogeld.io ===

1) Vermeiden Sie derzeit Investitionen in Tokens

Die Welt der Kryptowährungen ist eine sehr, sehr junge. Es gibt sehr viele Bugs, Hacks und ICOs, die dieser revolutionären Idee schaden. Ferner hat bis zum heutigen Tag keine Kryptowährung auch nur annähernd den Status einer zuverlässigen und stabilen Lösung erreicht.

Stellen Sie sich jetzt vor, dass Tokens gar keine digitalen Münzen sind, sondern ähnlich wie Rabattmarken. Mit einem noch jüngeren und instabileren Status. Sollten Sie Tokens gratis zu einer Kryptowährung bekommen, wie z.B. bei NEO, nehmen Sie diese mit. Ansonsten sehen wir derzeit weder einen Anlass für neuartige Rabattmarkensysteme, noch einen wirklichen Sinn. Das verhält sich analog zur Echtwelt.

2) Investieren Sie keine hohen Summen in nicht-minebare Coins

Nicht-minebare Coins legen keinerlei Wert auf eine Community. Man erkennt alle nicht-minebaren Coins auf CoinMarketCap an einem Sternchen hinter „Circulating Supply“. Zu den populärsten hier gehören Ripple, Cardano und IOTA. Der Einzige, der von solch einer Kryptowährung profitiert, ist der dahinterstehende CEO. Oder eine Organisation, die nicht transparent arbeiten möchte. Intransparenz im weltweiten Geldgeschäft entgegenzuwirken ist jedoch einer der Hauptgedanken hinter Bitcoin gewesen.

3) Investieren Sie in Kryptowährungen mit Seltenheitswert

Ein sicherer Garant für gut angelegtes Geld ist, wenn die Krytowährung Coins nicht im Milliardenbereich erzeugt. Wie in der Natur ist die Seltenheit einer Ressource eine Garantie auf steigende Werte. Jetzt und in Zukunft. Aktuell ist keine Kryptowährung wirklich „fertig geminet“. Es ist also noch gar nicht absehbar, was passiert, wenn man z.B. Bitcoins gar nicht mehr erzeugen kann. Eines passiert aber ganz sicher: Menschen sind von Grund auf Wesen der Gier. Auf fallende Kurse würden wir also gar nicht erst wetten.

Empfehlungen für eine bestimmte Währung können und wollen wir hier nicht aussprechen. Wer jedoch über Jahre(!) Profite einstreichen will, ist gut beraten eine Kryptowährung zu kaufen, die im Millionenbereich, besser noch darunter erzeugt werden kann.

4) Investieren Sie in Kryptowährungen mit bereits fertigen Apps

Viele Kryptowährungen machen eine von zwei Dingen richtig: sie stellen die Plattform für die Entwicklung von neuartigen Applikationen bereit. Dazu zählen z.B. Ethereum oder auch XEM. Die Plattform kann man sich hier wie ein Betriebssystem vorstellen, ähnlich Android. Was es derzeit mangelt sind „Killer-Apps“. „Killer-Apps“ sind Programme, die es so nur auf einer Plattform gibt. Microsoft hat sein Office-Paket. Apple hat seine Film- und Audio-Bearbeitungsprogramme, die Standards in dieser Industrie setzen. Linux bietet freie Entwicklerwerkzeuge für alle. Welche „Killer-App“ bietet derzeit Ethereum oder NEM? Und dennoch sind beide Systeme durch ihre Architektur ein Garant dafür, dass irgendwann eine solche „Killer-App“ erscheinen wird.

5) Lesen Sie die White Paper

Als White Paper werden die initialen Dokumente bezeichnet, in denen die Funktionsweisen einer Kryptowährung, möglichst knapp, aber doch fundiert und wissenschaftlich, erklärt werden. Das Whitepaper von Bitcoin findet sich z.B. hier (PDF).

Bestehen Sie bei einer neuen Kryptowährung darauf, dem ICO, dass es ein White Paper gibt. Diskutieren Sie dieses White Paper, im Forum auf bitcointalk.org oder im Freundes- und Bekanntenkreis. Ziehen Sie Experten hinzu, wenn möglich, aus den Bereichen Mathematik und IT. Verlassen Sie sich bei einer Investition in eine nagelneue Kryptowährung niemals auf Ihr Bauchgefühl. Nehmen Sie sich die Zeit, es geht um Ihr hart verdientes Geld. Sie wären nicht der oder die Erste, die auf eine dreiste Kopie einer bereits bestehenden Idee hereinfallen würde. Im Extremfall leider auch durch White Paper selbst.

6) Investieren Sie nur Geld in Kryptowährungen, das Sie wirklich entbehren können

Im Zweifel, hören Sie auf die Vernunft. Wenn Sie nur 50€ am Monatsende übrig haben, investieren Sie auch nur diese 50€. 50€ sind besser als 1€. 1€ sind besser als 20 Cent. Nehmen Sie keinen Kredit für Kryptowährungen auf. Setzen Sie Ihr Hab und Gut nicht für elektronische, bisher nicht ausgereifte Konzepte aufs Spiel. Wir leben in einer Welt, in der nur Materielles zählt. Man darf gerne darüber streiten, ob das „richtig“ oder „gut“ ist. Doch es wird sich die nächsten mindestens 1.000 Jahre rein gar nichts daran ändern.

7) Kaufen bzw. Handeln Sie Kryptowährungen und minen Sie nicht

Dieser Rat ist ein noch recht junger. Leider hat sich durch Mining-Hardware bisher nicht herausgestellt, dass man dadurch wirklich Geld verdienen kann. Hersteller haben eigentlich keine Gründe Produkte herzustellen, die für ihre Kunden auch noch Profite abwerfen. Durch jahrelange Beobachtung und Nutzung des Bitcoin-Mining-Hardware-Marktes sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es sich bei spezieller Mining-Hardware wohl nur um Scharlatanerie handelt. Da die Miner auch noch billig unter widrigen Arbeitsbedingungen in China hergestellt werden, sind diese oft fehleranfällig, überteuert in der Anschaffung wie im Unterhalt, und schnell überholt.

Wir würden ferner niemals empfehlen für Kryptowährungen mit IT-Hardware zu minen. Nicht nur eine Katastrophe aus ökologischer Hinsicht. Es ergibt keinerlei Sinn. Wenn Sie schon eine Grafikkarte für 1.000€ Ihr Eigen nennen dürfen, verheizen Sie diese nicht für 5€ Gegenwert in Kryptogeld. Weder ist garantiert, dass diese 5€ ihren Wert behalten werden. Noch dass sie auch nur annähernd den materiellen Wert und das Prestige haben werden wie eine 1.000€-Hardware, für die es jahrzehntelange Forschung und Entwicklung braucht.

=== Epilog ===

Für den Anfang möchten wir es bei diesen ersten sieben essentiellen Tipps belassen. Wir wollten nur fünf machen, es sind sogar mehr geworden.

Im Laufe der Zeit wird es mit Sicherheit weitere Kriterien geben, die wir wieder in eine Übersicht gießen können. Natürlich kann Kryptogeld.io keinerlei Garantie oder Gewähr darauf geben, dass Sie mit Ihren Investitionen so wirklich sicher fahren werden. Doch unsere jahrelange Expertise und Erfahrung geben wir sehr gerne weiter.

Wir stehen zu 100% hinter der eigentlichen Idee und auch wenn wir bisher noch keine Millionäre geworden sind, ließen sich mit Kryptowährungen durch Beachtung dieser Tipps bisher Profite rausholen, die wir durch z.B. Aktiengeschäfte niemals erreicht hätten. Wir betrachten die Welt der Kryptowährungen insgesamt ähnlich disruptiv und revolutionär wie das Internet in den 60er und 70er Jahren.

Im Kern entsteht hier eine neue Art Internet, genauer viele davon, die durch Kryptographie eine massive Schwachstelle des Internet von vornherein ausschließen: die Schwachstelle unsicherer Kommunikation.

Die Macht Chinas und Regulierung

China musste loslassen. Zumindest sah das die chinesische Machtriege so. Und das dürfte wohl einer der Hauptgründe sein, weshalb die Preise für Kryptowährungen, besonders von Bitcoin, die Marken von 10.000€ oder 15.000€ (wir berichteten) bisher nicht mehr erreichen konnten.

Der britische „Guardian“ hat auch im Januar einen Artikel dazu, dass sich ebenso Russland dem anschließen würde.

Was wir also hauptsächlich durch die Seitwärtsbewegungen des Preises von Bitcoin & Co. seit Wochen sehen, dürfte an den Chinesen liegen. Nicht nur preislich sind wir derzeit bei weniger als der Hälfte des Höchstwertes (ca. 6120€).

Im Juni 2017 lag der Anteil der Miner aus China noch bei 71%. Was China so attraktiv machte waren nicht nur die niedrigen Preise für Elektrizität, sondern auch die dortige Herstellung der Hardware für das Mining. Es war eine der wenigen Technologien, die sich das Reich der Mitte „inhouse“ halten konnte. Warum man diese Macht nun Ende 2017 freiwillig ab gab, ist bis heute nicht vollständig nachvollziehbar und geklärt.


Zeitraum: 18.12.17-29.03.18
Grün: Preis in US-Dollar
Blau: Gesamtmarktkapitalisierung in US-Dollar

Fakt ist: der Druck von Regierungen und großen Finanzinstitutionen auf Kryptogeld wächst. 2017 war ein Mega-Hype-Jahr, dessen sich niemand mehr entziehen konnte. Zum einen war das gut so, schließlich wurde dadurch auch in die letzten Winkel der Steppe die Idee von Bitcoin transportiert. Zum anderen wurden dadurch jedoch sehr mächtige schlafende Hunde geweckt, die vor allem in Asien, Südkorea und Japan vorangehend, oft mit rabiaten Methoden Regulierungen durchsetzen wollen. Dieser Trend wird sich in der westlichen Welt weiter fortsetzen.

Dabei muss eine Regulierung von z.B. Bitcoin gar nicht schlecht sein: Finanzprofessor Jan-Pieter Krahnen warnt in einem SPIEGEL-ONLINE-Interview sogar davor, überhastet Kryptowährungen regulieren zu wollen. Es wäre „der größte Fehler, den der Staat überhaupt machen kann“. Die unbekannten Erfinder von Bitcoin wären am Ziel: „Sie haben es geschafft, den Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel zu verankern und haben sich de facto eine Gelddruckmaschine geschaffen. Das hat unabsehbare Folgen für die Wirtschaft und Gesellschaft“. Der negative Unterton ist unüberhörbar. Wir überlassen es den LeserInnen des Artikels, welche Position sie/er beziehen möchte.

Wir haben versucht mit diesem Artikel eine möglichst objektive Sicht auf die massiven negativen Preisschwankungen seit Ende 2017 zu geben. Dass es auch härtere und alternativere gibt, macht u.a. dieser Artikel hier klar: „4th Dimension: Bitcoin-Manipulation-Cartel — Price-Suppression is their Goal. Every market has three major dimensions and everyone knows that: 1) Technical Analysis 2) Fundamental Analysis 3) Manipulation“, via medium.com.

Wir von kryptogeld.io enthalten uns jeglicher Wertung hier, wir sympathisieren ebenso wenig mit dem Autor. Doch die derzeitig medial vorherrschende Stimmungsmache und das Aussterben des investigativen Journalismus weltweit zwingen uns dazu auch solche Meinungen nicht mehr ignorieren zu können. Wir sind gerne bereit diesen Link wieder vom Netz zu nehmen sofern uns wissenschaftlich das Gegenteil bewiesen werden kann.

Viel Erfolg beim Durchhalten dieser Baisse wünscht,
kryptogeld.io

Die Ursprünge des Kryptogeldes

28. Dezember 2017 Lesetipps kryptogeld.io

„Das beste, wertstabilste Geld setzt sich durch und muss sich immer gegen mögliche Konkurrenten behaupten.“

Die geistigen Wurzeln von Kryptogeld liegen in der Cypherpunks-Bewegung der 90er Jahre. Bekanntester Vertreter ist Wikileaks-Gründer Julian Assange.

Sozial-ökonomisch sind Kryptowährungen zusätzlich die Realisierung einer Vision des österreichischen Ökonomie-Nobelpreisträgers Friedrich August von Hayek. Über den Zusammenhang der Hayekschen Schule und Kryptogeld berichtet in einem aktuellen Beitrag Geld-Experte Norbert Häring, den wir gerne als Link-Tipp weitergeben möchten:

„Der libertäre Traum vom Kryptogeld“, via norberthaering.de. PDF-Version.

Untersucht werden die Lehren von Hayek heute nach wie vor nicht gründlich und auch nicht gewollt. Schließlich würde jeder Finanzexperte beim Versuch staatliche Geldmonopole zu brechen sich sein eigenes Grab schaufeln: war es doch der Staat, der nach der Finanzkrise 2008 den mächtigen sogenannten „systemischen Banken“ wie z.B. der Commerzbank unter die Arme griff und diese rettete.

Gerade für Europa besteht jedoch für Kryptowährungen ein enormes Potenzial. Sollte wieder eine Finanzkrise ausbrechen, was auch heute nach wie vor nicht ausgeschlossen werden kann.

Mit diesen Gedanken möchten wir Sie, liebe LeserInnen, ins neue Jahr 2018 verabschieden: rutschen Sie gut rein & alles Gute für Sie und Ihre Freunde und Familien!

Viele Grüße,
kryptogeld.io