Die Herkunft des Begriffs „Shitcoin“

Die Herkunft des Begriffs „Shitcoin“

Namecoin_WikipediaEintrag
Hält den Titel seit April 2011: „Namecoin“, der allererste „Shitcoin“

Eigentlich ist es sehr naheliegend, alle alternativen Währungen von Kryptogeld als Shitcoin zu bezeichnen: es reimt sich zu einfach auf Bitcoin.

Tatsächlich aber gibt es zu diesem Begriff eine Geschichte, die sich in Zeiten von digitalen, omnipräsenten Medien heutzutage leicht zurückverfolgen lässt.

Es war im November 2010, als im heute bereits legendären Onlineforum bitcointalk.org über potenzielle Nachahmer diskutiert wurde. Dort tauchte auch ein Beitrag eines Users namens ribuck auf: https://i.redd.it/lnz8dtxhexn31.jpg.

Folgt man dem Link hier, führt dieser zu einem Screenshot des Beitrags, in dem am 8. November 2010 der Begriff das erste Mal überhaupt schriftlich erwähnt wird – die Geburtsstunde des Shitcoin.

Damals war man sich noch nicht sicher, ob die Idee von Kryptowährungen Anklang finden würde, schließlich war Bitcoin da in nutzbarer Form noch keine zwei Jahre alt. Spekuliert wurde über das sehr menschliche Verhalten namens Gier und dass es wohl sehr wahrscheinlich sein würde, würde das Konzept des Bitcoin erst einmal richtig Fahrt aufnehmen, es auch viele Nachahmer und Kopisten nach sich ziehen würde. Getreu nach dem Motto: „get rich quickly“.

ribuck brachte spaßeshalber auch gleich die ersten Namen dieser Alternativwährungen ins Spiel: Gitcoin. Nitcoin. Titcoin. Und am Ende der Auflistung eben, den heute berühmten Begriff Shitcoin.

Wie wichtig dieser Beitrag werden würde, sollten wir erst Jahre später erfahren: Namecoin, veröffentlicht April 2011, hält offiziell den „Ehrentitel“, der erste Shitcoin der Kryptogeld-Geschichte zu sein. Im Oktober des selben Jahres wurde Litecoin publik und verdient sich hier die Silbermedaille.

Seltenes Interview mit Charlie Lee, dem Erfinder von Litecoin

Charlie Lee ist nicht nur Erfinder der Kryptowährung Litecoin, sondern auch Informatiker, Ex-Google-Mitarbeiter, ehemaliger Student des renommierten MIT, Ex-Mitarbeiter der Kryptobörse Coinbase, und jemand, der nicht gerne Interviews gibt.

Umso erfreulicher, dass er sich jüngst persönlich zu Litecoin und Bitcoin geäußert hat! Exklusiv wollen wir die besten Passagen übersetzt hier wiedergeben.

Litecoin Logo3D

Unabhängig davon, dass „Kryptowährungen die beste Form von Geld aller Zeiten“ seien, reißt er darin auch alte Wunden wieder auf: gemeint ist das Skalierungsproblem von Bitcoin, das dazu führt, nur maximal drei bis sieben Transaktionen pro Sekunde zuzulassen. Kritiker werfen hier oft die Messlatte etwa von VISA ein. Hier sind theoretisch zwischen 2.000 und 56.000 pro Sekunde möglich. Lee meint dazu: kein Problem! Denn Bitcoin konkurriere auch gar nicht mit VISA direkt, sondern eine oder zwei Stufen höher mit Banken und Finanzinstitutionen selbst. Ein wichtiger Punkt, wie wir finden. Und wie groß der Gedanke bei der Erfindung des Bitcoin vor 11 Jahren war.

Vorteile sieht er wohl in der geringen Transaktionszeit und der geringen Höhe der Gebühren bei sehr großen Transaktionen; ein Umstand, dem der Daily User so gut wie nie begegnen dürfte. Auch ist ein Rückgängig machen nicht mehr möglich, was Lee hier als Vorteil sieht.

Lässt man den Aspekt der Transaktionen außer Acht, betrachtet den Bitcoin also als Wertanlage etwa wie Edelmetalle, dann könne man auch perfekt sehen, wie gut die Idee in der Praxis, entgegen vieler „Altcoins“, bereits heute funktioniere. Und: Gold habe derzeit eine Marktkapitalisierung von 10 Milliarden US-Dollar. Genug Raum für Wachstum für den Bitcoin, der hier noch um das 30-50-Fache darunter liege.

Wie immer wieder gerne erwähnt in der heutigen Zeit lässt Charlie Lee auch den disruptiven Charakter von Kryptogeld nicht links liegen. Zusätzlich zu den oben erwähnten „echten Wettbewerbern“ wie Banken fällt die Bemerkung, FIAT-Geld sei etwas, das einem nicht gehöre. Man könne es nicht „für Sachen verwenden, weil Regierungen sagen, du darfst das nicht.“ Auch es in Umlauf zu bringen sei „faktisch unmöglich“ gemacht worden. Dass man diesen Gedanken leicht missbrauchen könne, zeigt er in einem Beispiel und erwähnt das Schließen dreier Online-Poker-Websites vom April 2011. Die Betreiber kamen ins Gefängnis mit Verdacht auf Geldwäsche und Bankenbetrug. Lee meint dazu, Konkurrenten hätten sich hier wohl ungern die Umsätze abschöpfen lassen durch FIAT-Geld-betriebene Poker-Websites und erwähnt gar ein Lobbygruppe oder „Casinos aus Las Vegas“ direkt, wobei er hier konkrete Namen schuldig bleibt. Diese Problematik wäre durch Kryptgeld wohl erspart geblieben. Dabei fällt ein wichtiges und richtiges Zitat, das wir hier gerne in voller Länge wiedergeben wollen:

„I see cryptocurrency as freedom of money. Compared to the internet, for example, which is freedom of information. Cryptocurrency frees people’s money“

Was als Konzept mächtige Gegner hat wie Banken und Regierungen (oder Casinos), führt natürlich unweigerlich zu der Frage, ob Kryptowährungen unter dem Strich einen Nutzen für die Gesellschaft haben. Schließlich unterliegen Regulierungen des Geldes auch einem bestimmten Sinn, wo wir selbst von kryptogeld.io einhaken wollen: der Satz never change a running system kommt auch nicht von irgendwo her und wurde durch, oftmals auch harte und kriegerische, Erfahrungswerte gewonnen. Diese Empirie ist bei einem nagelneuen Geldkonzept aus dem Jahr 2008 noch gar nicht anwendbar und muss erst noch durch die Zeit gezeigt werden. Lee ist sich da schon heute sicher, dass die positiven Eigenschaften für die Gesellschaft überwiegen werden, weil „Geld einfach frei sein muss“. Er spricht dabei ganz direkt von einer „Zensur des Geldes“.

Zum Schluss des Interviews gibt es noch Ausblicke in die Zukunft: neben „fundamental neuen Wegen der Transaktion“, die man schon heute nutzen könne, soll primär die Adaption beim Endnutzer im Vordergrund stehen. Wir sehen das so, dass man sich wie bei einer Bankkarte, VISA oder PayPal einfach keine Gedanken mehr darum machen muss, was im Hintergrund passiert. Es soll so zu einem Bestandteil und einer Bereicherung des digitalen Alltags werden. Getreu dem Motto „für die Freiheit des Geldes“ und für Lee sogar Kryptogeld als „Reservewährung“ für praktisch jedes Individuum.

Mit diesen richtigen und wichtigen Gedanken verabschieden wir uns und bedanken uns für’s Lesen,
kryptogeld.io

Will crypto kill the internet star?

„Beginnt man damit, Bitcoin-nahe Themen zu kombinieren, sind diese bereits größer, als es das gesamte Internet jemals war. Dadurch ist es möglich, Sektoren wie Versicherungen, Banken, Handel, Gesundheitswesen, Immobilien und Regierung zu transformieren. Diese Sektoren und Industrien sind 10 bis 100 mal größer als jene, die durch das Internet betroffen waren. Wir befinden uns hier als in einem Bereich der riesigen Möglichkeiten.“

Zitat Tim Draper, einer der einflussreichsten Wagniskapitalgebern des Silicon Valley (u.a. „SpaceX“, „Coinbase“, „Skype“, „Tesla“, „Twitch.tv“), Übersetzung durch uns, kryptogeld.io.

Libra

Was wir hier sehen ist das Konsortium an Firmen, das sich noch vor dem Start des „Facebook-Coin“ Libra gegründet hat, um das Konzept der digitalen Währung des sozialen Netzwerks zu unterstützen, und dazu auch noch in einer einzigen Graik:

Gefunden bei „Hackernoon“

Dieses Thema ist so dermaßen heiß diskutiert diesen Sommer, man möchte meinen, es sei eine Revolution. Und die Debatte ist nach wie vor ongoing.

Selbst auf Länderebene wird darüber diskutiert und was noch viel interessanter ist, davor gewarnt: G7-Staaten warnen vor Facebook-Geld Libra | heise online:

„The Facebook proposal to create a new cryptocurrency as part of its broader Libra project raises profound questions about national sovereignty, corporate power, consumer protection, competition policy, monetary policy, privacy and more…. We call on Congress and regulators to impose a moratorium on Facebook’s Libra and related plans until the profound questions raised by the proposal are addressed.“

Facebook hat derzeit die Sozialkontaktdaten von offiziell 2,38 Milliarden Menschen in seinem Besitz. Das entspricht etwa 30% der Weltbevölkerung. Nicht auszudenken, was passieren würde, würde diese „virtuelle Riesen-Nation“ plötzlich eine eigene Währung einführen und sich von Banken unabhängig machen wollen.

Dabei ist nicht einmal klar derzeit, was „Libra“ überhaupt sein soll.

Laut Facebook soll es keine Kryptowährung sein, sondern eine „Digitalwährung“, die zuerst für das soziale Netzwerk, sowie den Messenger WhatsApp zur Verfügung stehen soll. Dagegen spricht allerdings die Nutzung von Blockchain-Technologie und das Einführen einer eigens entwickelten Wallet namens „Calibra“ (joa, so wie der Opel damals…), siehe diesen Tagesschau-Artikel.

Unser aktueller Senf dazu:

1) das Konzept kommt mindestens 2-3 Jahre zu spät
2) Libra ist nicht dezentral, ein Key Feature jeder zukunftsfähigen Kryptowährung
3) Libra ist nicht open-source, ein weiteres Key Feature jeder zukunftsfähigen Kryptowährung
4) solange es keine wirklich neue Kryptowährung ist, die sich mit etablierten wie Bitcoin, Ether, Litecoin, etc. messen lassen wird, wird das nichts
5) die Unterstützer-Riege sind die „DAUs der Kryptothemen“ und finden keinen alternativen Ausweg mehr
6) was sind die Benefits entgegen z.B. dem Konzept PayPal allein? Wir sehen keine aktuell
7) einen zynischeren Namen für neues Kryptogeld hätte gerade Facebook nicht mehr wählen können

Wir sind gespannt, wie und was sich bis 2020 hier noch ereignen wird und bleiben natürlich dran an dem Thema.

Schöne Kryptogeld-Ferien wünscht,
kryptogeld.io

Bitcoin knackt 10.000€!

Wir unterbrechen unser Sommerloch-Programm für eine wichtige Sondermeldung:

Screenshot unserer Startseite :-)
Screenshot unserer Startseite 🙂

Die Urmutter aller Kryptos knackt erneut die 10.000€-Marke!

Wir schauten ins Webarchiv (GIDF) und wurden schnell fündig: war das letzte Mal im Januar 2018 der Fall! Glückwunsch daher an alle HODLRZ da draußen für 18 Monate Sitzfleisch! Am Stück!

Was nun noch nachziehen muss: die Altcoins, also alle Konkurrenz-Kryptowährungen. Aus eigenen Erfahrungen können wir hier jedoch mitteilen, dass 18 Monate hier in nur sehr seltenen Fällen gewartet werden. Ganz sicher oft eine arrogante Einstellung, mit dem erhältlichen Wissen heutzutage oftmalig jedoch nicht unbegründet.

Kann so weiter gehen! Lesen uns bei 15.000€ erneut!

Bis dahin und frohes Schwitzen,
kryptogeld.IO

Filme und Dokus zum Thema Bitcoin

Vor Bitcoin gab es FIAT-Währungen.

Vor YouTube gab es Filme.

Und über Filme & Dokumentationen zur Pionierin aller Kryptowährungen soll es in diesem Beitrag gehen.

Filmtipp #1: „Die Blockchain und wir“

Es handelt sich hierbei um einen Kurzfilm von lediglich 31 Minuten Länge, der über die Selfhosting-Plattform YouTube erhältlich ist. Optimal, um direkt ins Thema Bitcoin einzusteigen und sich einen möglichst breitgefächerten Überblick zu verschaffen. Nicht irritiert sein: die Untertitel in Portugiesisch gehören hier dazu.

Filmtipp #2: „The Rise and Rise of Bitcoin“

Eine an eine Hollywood-Produktion anmutende Dokumentation in jeder Hinsicht, 2014 von Nicholas Mross produziert und das erste Mal in Zürich präsentiert, werden in vielen Interviews Firmen und Individuen begleitet, die über Jahre hinweg dafür gesorgt haben, dass diese Kryptowährung erfolgreich sein kann. Die 96 Minuten sind heute frei erhältlich im Web, u.a. bei Vimeo.

Filmtipp #3: „Banking on Bitcoin“

Eine Netflix-Dokumentation über fast 90 Minuten aus dem Jahr 2016. Über den Link oben kann man ihn einen Monat lang gratis sehen. Regisseur Christopher Cannucciari versucht die Motive und Intentionen der Erfinder des Kryptogeldes Nummer 1 zu beleuchten. Das gelingt ihm ziemlich gut, wie wir finden, wenn man mal von VIP-Propaganda-Fetzchen zwischendurch absieht. Aber wir wollen hier nicht meckern. Untertitel gibt es in Spanisch, Chinesisch, Englisch und Französisch.

Mit diesen Links und Infos sollte es ohne große Probleme möglich sein ins Thema direkt, schnell und möglichst tief einzusteigen.

Pluspunkt: wir stehen nicht nur was Dokus und Filme zum Thema Bitcoin betrifft noch ganz am Anfang. Vielleicht machen wir ja in wenigen Jahren erneut einen Beitrag und sehen konkret die Veränderungen.

Denn eines ist sicher, liebe Leserinnen & Leser:

Bitcoin is here to stay!

Einen guten Start in den Sommer 2019 wünscht,
kryptogeld.io

Was sind Pump & Dumps?

Sogenannte Pump & Dumps sind eigentlich Betrügereien auf Kosten einer vorher ausgesuchten Kryptowährung. Dabei nimmt der Wert über kurze Zeit sehr viel zu und stürzt kurz danach wieder ab, oft im Laufe eines einzigen Tages und über mehrere Wochen hinweg. Ziel dabei ist es, klar, so billig wie möglich zu kaufen und so hoch wie möglich zu verkaufen. In einer Chart sieht das in etwa folgendermaßen aus:

PumpAndDumpGrafik_von_Hackernoon
Pump-And-Dump-Grafik von Hackernoon

Pump & Dumps kommen in der Kryptogeld-Welt leider immer noch sehr häufig vor. Dieses Problem passiert meist entweder nagelneu eingeführten Währungen oder sogenannten „Shitcoins“; also Altcoins ohne Seriosität oder allgemeinem Nutzen.

Dabei ist diese Art von künstlichem Geschäftemachen eigentlich verboten, zumindest in der Welt der Aktien. Wer wissen will, wie das dort genau funktioniert hat, der kann sich z.B. „The Wolf Of Wall Street“ in einem Internetstream anschauen. Da es vom Gesetzgeber bisher keinerlei Regulierungen für diese Art des illegalen Handels von Kryptogeld gibt, gibt es bislang noch nicht sehr viel, was man dagegen machen kann.

Was wir gegenwärtig bei der Kryptowährung UNO seit Wochen und Monaten sehen könnte genau das sein: die Stabilisierung des Preises wie bei allen anderen Kryptowährungen, egal ob Bitcoin, Ethereum, Monero, etc., findet dort nicht mehr statt. Stattdessen pendelt der Preis permanent, auch oft täglich, von 50-60€ auf über 100€ und wieder zurück. Da wir durch das Minen selbst und zufällig in den Besitz dieser Kryptowährung kamen 2014, sind wir aus der Unterstützung dieser Kryptowährung jüngst ausgestiegen. Wir wissen nicht und können leider auch nicht nachvollziehen, was hier passiert, doch normale Zustände sind das nicht.

Das geht z.B. über Bleutrade; wobei man hier anmerken muss, es geht nur ein Tausch in eine andere Kryptowährung, in unserem Fall eben Bitcoin. Zu Geld machen muss man das wiederum irgendwo anders.

Hier die Faktoren, die wir beachten mussten:

* Preis mehrmals am Tag checken. Das geht z.B. über die bekannte Website CoinMarketCap oder über Apps, wie z.B. Blockfolio
* man braucht bei Tauschbörsen bereits angelegte und bestätigte Accounts
* Glück: man muss sein Verkaufsgebot schon zu einem richtigen Zeitpunkt abgeben und der Käufer muss sein Angebot nach wie vor auf der Website platziert lassen zu einem hohen Verkauf
* ab da muss man sich entscheiden, was man mit der neuen, erhaltenen Kryptowährung machen möchte

Wir finden es ein bisschen schade, dass wir verkaufen mussten, doch außer diese Währung selbst geminet zu haben und dieses Bisschen emotionaler Wert ist uns auch im Jahr 2019 nichts weiter zu „Unobtainium“ übermittelt worden, was außer dem proklamierten Seltenheitswert einen praktischen Nutzen gehabt hätte. Es bleibt Spekulation, doch wahrscheinlich handelte es sich leider auch nur um einen „Shitcoin“, wenn auch einen recht alten.

Übrigens: mitterweile gibt es immerhin Webseiten, die sich auf das Überwachen von Pump & Dumps spezialisiert haben. So z.B. https://pumpdump.coincheckup.com/, die überprüfen, wann ein Anstieg in den letzten 5 Minuten höher als 5% war. Auch das renommierte MIT (Massachusetts Institute of Technology) untersucht das Phänomen, steht mit seinen vielversprechenden KI-gestützten Algorithmen allerdings noch am Anfang: MIT: Crypto Pump-and-Dumps See $7 Million in Volume Every Day, via ccn.com.

Von uns daher eine Empfehlung: solche Entwicklungen nicht groß abwarten, sondern versuchen zu verkaufen, oder zumindest wenig bekannte Altcoins in bekannte, bereits etablierte Kryptowährungen umtauschen.

Augen auf beim Kryptogeld-Tausch und bis bald,
kryptogeld.io

Bitcoin auf dem Wege der Erholung, Textressourcen

Pünktlich zum 1. April schlug die weltbekannteste dezentrale Kryptowährung der Welt, Bitcoin, eine Art langerwarteten Weg der Erholung ein. Ohne Scherz! Man merkt das immer sehr schnell an der Hochfrequenz neuer, teilweise leider auch völlig unsinniger, Posts und Kommentare über das Internetforum reddit.

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Derzeit steht der Bitcoin-Kurs bei 4.500€ und ist damit um 800€ geklettert in den letzten nur 12 Tagen.

Das letzte Mal, dass es einen derartigen Anstieg zu verzeichnen gab, war 2015.

So ganz unbegründet ist der Anstieg nicht: geht es mit dem Bitcoin nach oben, geht es der Weltwirtschaft meist weniger gut bzw. verschlechtern sich Prognosen.

So sind derzeit die Brexit-Wirren zwar erst einmal bis 31. Oktober 2019 verschoben worden, aber noch lange nicht ausgestanden. Der Handelskrieg zwischen den USA und China schwelt weiterhin. Und auch die Wirtschaftsinstitute der Bundesrepublik melden sich seit Wochen zu Wort und warnen vor einem 0,x Prozent Wachstum („Talsohle“).

In der Zwischenzeit reichen wir gerne einen Link zu Literatur weiter, die zum Bitcoin erst geführt hat: https://nakamotoinstitute.org/literature/.

Das Nakamoto Institut unterhält eine Liste mit Textsammlungen, die die Kryptowährung in den breiteren Kontext von Kryptographie und Freiheit stellen. Auch diese Idee und das Konzept entstanden selbstredend nicht in einem Vakuum. Viele der Texte kann man frei online lesen und sind meist in englischer Sprache abgefasst. Die Liste stammt übrigens von einem besseren Thread auf reddit; um den Ruf des populären Forums etwas wiederherzustellen.

Auch alternative Währungen, wie Ethereum, Litecoin, EOS oder NEO, mit völlig anderen vielversprechenden Konzepten, konnten ein wenig anziehen mit ihren Preisen. Sie sind jedoch von den „Boompreisen“ aus 2017 ebenfalls noch meilenweit entfernt.

Wir sind gespannt wie es weiter geht und hoffen das Beste. Schließlich befindet sich keine der hier erwähnten Technologien bereits außerhalb eines besseren Beta-Status; was uns von kryptogeld.io nicht anders geht ;-).

Bis zum nächsten Mal und viel Glück & Erfolg beim Kryptogeld-Kauf wünscht,
kryptogeld.io

Meilenstein: Ethereum 3.5


(Oben: Offizielles Ethereum-Logo via https://github.com/ethereum/ethereum-org/tree/master/public/images/logos erhältlich)

Am 28. Februar 2019 war es so weit: das „Constantinople“-Update für die Smart-Contract-Plattform Ethereum konnte erfolgreich live geschaltet werden!

Nach dem 16. Oktober 2017, an dem die Version 3.0, Versionsname „Metropolis“ online ging, war dies nun das letzte Update für die Version 3.x der Blockchain, bevor mit Version 4.0 „Serenity“ folgen soll, für das es allerdings noch kein Datum der Veröffentlichung gibt.

Man kann darüber streiten, ob es sich hier tatsächlich technisch um einen Hard Fork handelt. Tatsächlich war „Constantinople“ ein Update der Plattform, keine Abspaltung. Wir von kryptogeld.io glauben eher die Massenmedien verstehen Ethereum-Updates nicht oder wollen sich einfach nicht damit auseinandersetzen. Noch!?

Das „Metropolis“-3.5-Update sollte laut offiziellem Blogbeitrag ab Block 7.080.000 stattfinden, irgendwann Mitte Januar. Durch das fleißige Aufspüren von Bugs der QA-Abteilung und vieler freiwilliger Helfer kamen jedoch immer mal wieder welche an die Oberfläche, die beseitigt werden mussten, so dass das tatsächliche Upgrade „erst“ am 28. Februar stattfinden konnte. Dass es erfolgreich war sieht man mit Log hier: https://amberdata.io/blocks/7280000. Auch der Block ist schon in der URL sichtbar: 7.280.000.

Was in den Medien auch weiterhin unterging war die Tatsache, dass nicht nur die Blockchain von Ethereum einem essentiellen und schwierigen Update unterzogen wurde, sondern auch das Netzwerk. Es fand (wir finden so etwas eher zu größenwahnsinnig, by the way) gleichzeitig statt und wurde „St. Petersburg“-Update genannt.

Der Erfolg des Updates hatte seltsamerweise bisher keine großen Auswirkungen auf den Preis von Ethereum bzw. Ether: er pendelt derzeit heftig zwischen 100€ und 120€. So um die 100€ oder knapp darunter ist er schon seit Monaten.

Wer hier fleißig mitliest kennt unsere Meinung zum Preis: er wird nach wie vor künstlich klein gehalten und sollte eher bei 900€-1.200€ liegen. Mal abwarten, ob Version 3.5 bzw. das letzte „Metropolis“-Update „Constantinople“ hier Abhilfe schaffen können.

Augen auf beim Kryptogeld-Kauf und weiterhin viel Spaß und Erfolg mit Ethereum wünscht,
kryptogeld.io

Kryptogeldfreundliche Ballungszentren

ETC Wallpaper - Ethereum Classic ATM
Oben: leider kein wirklicher Ether-Automat…

Wir fanden einen Beitrag zu den „bitcoinfreundlichsten Städten“ der Welt.

Die Hauptstadt Deutschlands ist zwar dabei, in einem älteren Beitrag auf kryptogeld.io hatten wir allerdings darauf hingewiesen, dass das zentraleuropäische Land nach wie vor nicht zu den kryptogeldfreundlichsten Europas gehört.

Die Liste ist daher mit Vorsicht zu genießen, aber dennoch sehr informativ:

https://dailyhodl.com/2019/02/09/top-10-bitcoin-friendliest-cities-in-the-world/.

Kudos auch an die Macher von dailyhodl.com: auf diesen Domainnamen wären selbst wir nicht gekommen. ^^