Kategorie: Fachbegriffe

Kryptokunst

NFTs

Das Interesse an Kryptokunst durch NFTs, non-fungible tokens, ist seit der Jahreswende regelrecht explodiert.

Wie immer bei Hypes in der Welt der Massenmedien, muss es dabei um viel Geld gehen. Sehr viel Geld: ein Digitalkünstler, der zuvor seine Digitalkunst für wenige 100 Euro verkauft hat, hatte es geschafft über das Auktionshaus „Christie’s“ sein Werk „Everydays – The First 5000 Days“ für die Rekordsumme von 69 Millionen US-Dollar an einen Käufer zu bringen – die höchste jemals für einen noch lebenden Künstler gezahlte Summe.

Unter der Liste der teuersten NFTs bis heute, finden sich auch welche des allerersten NFT-Sammelprojekts, „Cryptopunks“, den Cryptopunk #7804 für 7,6 Millionen US-Dollar oder auch Schnappschüsse von Highlights der US-amerikanischen Basketballiga NBA, wie etwa der „Cosmic“ Dunk #29 von LeBron James für 208.000$.

Doch wo kam das alles her? Und wieso wird eigentlich in den Berichterstattungen immer vergessen, auf welcher Blockchain etwas stattfindet?

Die Geschichte der Kryptokunst ist noch gar nicht wirklich alt, sie startete nur wenige Monate nach dem Launch der Blockchain Ethereum Ende 2015 mit dem Projekt „Etheria“, welches live auf der DEVCON 1 vorgestellt wurde, der ersten Entwicklerkonferenz zu Ethereum in London, Großbritannien. „Etheria“ hatte auf der Blockchain 457 hexagonale Kacheln produziert, das Endergebnis schaute ein bisschen so aus wie das Spielfeld der „Siedler von Catan“. Das Besondere: jede Kachel war in ihren Eigenschaften einzigartig, also nicht tauschbar (non-fungible), wie FIAT-Währungen oder auch Kryptowährungen selbst. Dies wurde mit einem Killer-Feature Ethereums möglich, dem sogenannten smart contract. Fünf Jahre lang konnte keine der Kacheln veräußert werden. Dies geschah erst im März diesen Jahres, alle Kacheln der aktuellen und Vorgängerversion wurden innerhalb 24 Stunden verkauft, für eine Gesamtsumme von 1,4 Millionen US-Dollar. Viel Geld für ein bisschen hexagonale Ethereum-Geschichte.

2017 erschienen zwei weitere Projekte, die bis heute sehr populär in der Blockchain-Welt ankommen: „CryptoPunks“ von Larva Labs und „CryptoKitties“ von Dapper Labs. Beides perfekte Beispiele für Blockchain-Onlinegames und DApps, sowie den NFT-Standard ERC-721. Beides reine Indie-Projekte und beide, nun ja, schwer als Kunst zu definieren. Doch die liegt ja wie immer im Auge des Betrachters. So ist es bei jedem Anfang, bei jeder Revolution in Digitalien bisher gewesen.

Sowohl die Kätzchen als auch die Cryptopunks kann man bis heute finden und erstehen: dafür genügt eine Ethereum-Wallet und die Website Opensea.io – einer Art Online-Auktionshaus für NFTs. Bis Ende 2020 waren dort lediglich 315 NutzerInnen aktiv. Das dürfte sich mittlerweile erledigt haben. Sehr im Sinne von Opensea, aber auch in dem der KünstlerInnen, die dort ihre Werke feilbieten. Offizielle Accounts für Sammelobjekte erkennt man immer sehr gut an dem blauen Siegel mit dem weißen Häkchen rechts neben den Accountnamen.

Dieses Jahr kam noch ein sehr vielversprechendes dazu: die Hashmasks. Es stammt von Suum Cuique Labs GmbH aus der Schweiz und bietet ca. 16.400 einzigartige Kunstwerke von 70 KünstlerInnen aus der ganzen Welt an. Die Maskenbildnisse mit den Charakteren haben alle einzigartige Eigenschaften, durch einen speziellen eigenen Token, dem NCT (Name Change Token), kann man diese Werke sogar selbst benennen. Diese Token werden lediglich bis Januar 2031 generiert: dann wird das Projekt erst seinen endgültigen Zustand erreicht haben, verspricht Suum Cuique Labs.

Auch andere Projekte sind um Umschwung.

Die Erfinder der CryptoPunks sind inzwischen weitergezogen und vertreiben nun die Meebits, wenngleich ebenfalls über Ethereum.

Das nächste große Projekt für NFTs der Firma Dapper Labs läuft auf einer eigenen Blockchain namens FLOW. Hier wird man mit einem Ethereum-Wallet nirgends hinkommen, wenn man NBA-Highlights von etwa LeBron James oder Dennis Schroeder erstehen will. Auch die CryptoKitties selbst sollen zukünftig zu FLOW umgezogen werden.

Und mit Tezos steht eigentlich schon lange vor FLOW eine eigene Blockchain nur für NFTs dem Kryptokunstmarkt seit 2018 zur Verfügung.

Auch wenn der Super-Hype seit wenigen Wochen abzueben scheint: die nächste NFT-Hypewelle kommt bestimmt. Mit Strafzinsen auf Sparkonten und den unmöglichen Preisen auf den Immobilienmärkten, sind die Menschen weiterhin verzweifelt auf der Suche nach neuen und sicheren Anlageobjekten, besonders in Krisenzeiten wie der aktuellen: NFTs bieten hier einen zukunftssicheren und boomenden Ausweg.

Wenngleich wir aktuell nicht davon ausgehen, dass sich die Mondpreise dieses Runs erneut zeigen werden bei weiteren Wellen, glauben wir dennoch daran, dass es sich lohnt den Markt mit einem Auge immer mal wieder zu beobachten, um nicht doch den ein oder anderen guten Deal verpassen zu müssen. Dafür reicht ja schon die Plattform Opensea. Oder man holt sich mal schnell eines der begehrten NBA-Hightlight-Päckchen über „NBA Topshots“ – wenn man denn das Glück hat, dass man in der Queue mal dort landet, damit man eines abbekommt.

In diesem Sinne hoffen wir, einen ersten und guten Einblick in diesen jungen Markt gegeben haben zu können. Und geben noch eine Empfehlung aus: Newsquellen, die nicht nennen, auf welcher Plattform ein NFT veröffentlicht wurde, wenn wieder mal reißerisch über irgendwelche Mondsummen berichtet wird, sind keine seriösen Quellen.

In diesem Sinne, bleiben sie weiter digitaler Jäger und Sammler, wir wünschen Ihnen viel Glück und Erfolg,
das Team von kryptogeld.io

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Woher kam die Kryptogeld-Baisse?

Die Werte der Kryptowährungen generell stagnieren nun seit wenigen Wochen, nachdem diese über den April und die Hälfte des Mai regelrecht explodiert sind. Aktuell bewegen sie sich seitwärts, mit Werten die den Höchstwerten vom April diesen Jahres ähneln.

Doch woher kam der Crash?

Frankfurt am Main - Bulle und Bär vor der Börse

In Zeiten des Internets alles protokolliert und recht einfach recherchierbar.

1) 12.05.21, Tesla hatte verlautbart, nun doch keinen Kauf seiner Fahrzeuge mit der Kryptowährung Bitcoin zulassen zu wollen. Nach nur 49 Tagen. Mittlerweile ist man dort zumindest zurückgerudert, evaluiert eine entsprechende Lösung. Zum eigentlichen Versprechen wird man dort aber nicht zurückkehren wollen, offiziell aus „Umweltgründen“.
2) China ging zeitlich kurz danach weiter gegen Kryptominer vor. Da das Mining durch die unschlagbar niedrigen Strompreise dort sehr populär ist, kam das für das Schürfen von Kryptowährungen allgemein, also nicht nur Bitcoin, einem Genickbruch gleich. Viele Unternehmen wollen daher weg. Wohin, bleibt unklar. China hatte allerdings bereits in der Vergangenheit ein ambivalentes Verhältnis zu Kryptogeld, Nachrichten für Erlaubnisse und Verbote wird es von dort auch in Zukunft geben, das wird sich nicht vermeiden lassen.
3) Die Bank von Japan: Haruhiko Kuroda hat eigentlich nur einen Fakt weiterverbreitet, nämlich dass er im Bitcoin keinen Vorteil gegenüber eines „Stablecoin“ sieht, der an eine jeweilige FIAT-Währung gebunden ist, dadurch für ihn mehr Mehrwert besitze. Unter Kryptogeld-Investoren wurde dies als Prolog für einen kommenden regulatorischen Hammer gewertet. Wie der am Ende aussehen soll, blieb auch hier unklar.
4) Die neue US-Finanzministerin Janet Yellen: sie will der US-Steuerbehörde mehr Befugnisse geben, bei allen Kryptogeld-Transaktionen größer 10.000$. Für Bitcoin und andere Währungen sollen die selben Spielregeln gelten wie für Bargeld.

Diese Verkettung der Nachrichten und von welchen Ländern und welchen Persönlichkeiten diese vermeldet wurden, haben innerhalb sehr kurzer Zeit zu einem Abwärtstrend bei allen Kryptowährungen geführt.

So ging es für den Bitcoin von seinem Allzeithoch (ATHAll Time High) von 53.000€ runter auf mittlerweile unter 33.000€, für Ether vom ATH 3.400€ auf unter 2.100€, alle anderen Kryptowährungen crashten analog; letzteres ist zu beobachten seit es den Bitcoin gibt.

Bisher waren diese Bewegungen immer so, mittlerweile kommt man auch einfacher an entsprechende Hintergrundmeldungen heran. Sie sind auch jedes Mal nach dem selben Muster aufgebaut, nämlich Land -> Person -> Meldung (egal ob wahr oder unwahr). Übrigens verhält sich das auch bei einer Hausse analog, das wird wichtig sein beim nächsten Anstieg der Kurse.

Halten wir final fest:

1) trotz des neuerlichen Abstiegs, im Gegensatz zum Vorjahr hatten Kryptowährungen einen Wertzuwachs von ca. 20%
2) Positivmeldungen gibt es immer noch, wenn auch im kleinen Maßstab: so hat erst kürzlich das kleine und arme südamerikanische Land El Salvador Bitcoin als offizielle Währung eingeführt, als erstes weltweit. Nicht auszudenken was los wäre, würden das Russland, China oder Indien ebenso machen

Wir raten dennoch aktuell von Investitionen in Kryptogeld ab, die Lage seit dem 12.05. ist schief und unklar. Uns würde nicht wundern, wenn es 2021 hier nicht bei den oben erwähnten Negativmeldungen bleibt.

Fröhliches HODLen bzw. Investieren wünscht,
kryptogeld.io

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Was sind Orakel?

In der Kryptogeld-Welt begegnen sie einem immer wieder: Orakel.

Doch was sind sie genau und was ist ihre Funktion hier?

Im Kern ist ein Orakel ein Dienst, ein Service. Er erlaubt es Nutzern Informationen und/oder Daten zu empfangen. Diese Informationen und Daten sind meist außerhalb des jeweiligen Kontextes der Kryptogeld-Währung und/oder -Tokens zu finden.

Oracle Delphi

In der Antike waren Orakel die Brücke zwischen der menschlichen und göttlichen Welt. Ein bekanntes Orakel hier war z.B. das Orakel von Delphi. Statt mit Göttern handeln in der Kryptogeld-Welt die Orakel allerdings mit intelligenten Verträgen (smart contracts) – dadurch treffen sie selbstständig Entscheidungen (outputs), die auf Grundlage von zur Verfügung stehenden Eingaben (inputs) durchgeführt werden.

In Zukunft werden uns mehr und mehr Anwendungen basierend auf der Blockchain begegnen, die nicht nur die Programmierung solcher Apps für die Nutzer vereinfachen werden. Das Ziel ist, eben durch solche Orakel auch die Vereinfachung von Prozessen bis zur Veröffentlichung einer Applikation, sowie die Bereitstellung von Daten aller Art zu vereinfachen.

Dabei wird spannend sein zu sehen, welches Projekt hier wohl am meisten Nutzen ziehen können wird – zum Start weg tippen wir auf Ethereum, nutzt es bereits heute schon „intelligente Verträge“ im Basissystem und es ist auch turing-komplett, was einfach bedeutet, dass es wie ein PC programmiert werden kann.

Freut Euch auf weitere Runden Wissensvermittlung in naher Zukunft!

Frohes Orakeln,
euer Team von kryptogeld.io

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assetdash

Ein Anlagegut, eine Investitionsmöglichkeit, ein Vermögenswert – im Englischen bedeutet all dies das Selbe, nämlich Asset.

Bitcoin ist ein solches Asset, wenn auch volatil und hochspekulativ.
Eine Aktie ebenso.
Sogar eine Sammelkarte eines berühmten Sportlers/einer berühmten Sportlerin kann eine solche Anlagemöglichkeit sein.

Doch was genau ist eigentlich das wertvollste Asset der Welt? Wie findet man so etwas heraus?

Dank dem Internet ist das kein großes Problem mehr, man braucht nicht mal mehr einen Taschenrechner dafür. Hier ist die aktuelle „Top 11“ der wertvollsten Assets dieses Planeten:

Assetdash_Top11

„Top 11“ weil, wir wollten Bitcoin unbedingt hier mit drin haben heute. Die Platzierung fiel vor wenigen Wochen sogar noch höher aus, als die Kryptowährung zeitweise bei fast 34.000€ lag. Das ist extrem, extrem gut für ein solch junges Projekt, das seit 2009 nach wie vor im Software-Betastadium verweilt.

Die komplette Übersicht liefert die praktische Website, die wir heute vorstellen wollen: https://assetdash.com/.

Ein „Dash“ kennt jeder Autofahrer, damit ist ein Armaturenbrett gemeint. Also eine Website, die ohne viel Sucherei oder Rechnerei eine Übersicht über die wertvollsten Assets weltweit listet.

Linkempfehlung, Bookmarkempfehlung – und unsere Hoffnung bleibt, dass es hier mehr Kryptowährungen in Zukunft werden und „die Mutter allen Kryptogeldes“ natürlich auf die 1 geht! 🙂

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Ein digitaler Euro!?

Aus dem Nirgendwo erschien Anfang des Monats Oktober die Pressemeldung, dass die europäische Zentralbank (EZB) sich ab dem 12.10.20 an einer eigenen Kryptowährung versucht, dem „Krypto-Euro“.

Euro

Dazu EZB-Chefin Christine Lagarde:

„Unsere Aufgabe ist es, das Vertrauen in unsere Währung zu sichern“, erklärte Lagarde. „Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass der Euro für das digitale Zeitalter gerüstet ist.“ – Zitat DER SPIEGEL

Die Testphase geht nun wohl bis Mai 2021, danach will man sich entscheiden, ob das Pilotprojekt weitergeführt wird.

Bei über 7000 Kryptowährungen, die derzeit auf dem Markt sind, erschließt sich uns eine derartige Maßnahme nicht direkt. Ferner lässt die Verlautbarung der EZB-Chefin auch vermuten, dass Vertrauen in den Euro bereits verloren ging, dass man sich nun schnellstens digitaler Hilfsmittel behelfen muss. Das ist kein wirklich tolles Statement der Zentralbank Europas zur Gemeinschaftswährung.

Was die EZB vor hat, wird nun in diversen Szenarien erprobt, als da wären:

  • eine erhöhte Nachfrage nach elektronischen Zahlungsmitteln im Euroraum
  • eine deutlich geringere Nutzung von Bargeld
  • europäisches, risikofreies digitales Zahlungsmittel
  • Einführung eines weltweiten privaten Zahlungsmittels wie Libra von Facebook
  • Evaluierung von Risiken für die Finanzstabilität und den Verbraucherschutz
  • ein digitales Gegenstück zu den Euro-Banknoten

Sogar ein Lockvogel-Angebot kursiert bereits: wir wissen zwar nicht, wie man im gesamten Euroraum von einem „durchschnittlichen monatlichen Nettohaushaltseinkommen von 3000 Euro“ ausgehen kann, aber man bekommt bis zu dieser Summe „attraktive Zinsen“ (0,01%?) und ein „kostenloses Konto für digitales Zentralbankgeld“. Ahh, ja!

Hinweis: es ist nicht April und diese Meldung ist seriös und echt.

Vorläufiges Fazit: wir fühlen uns eher an die Kryptowährung Petro aus Venezuela erinnert. Immerhin: die Regierung Venezuelas versuchte das Rad nicht neu zu erfinden, sondern bedient sich der bereits funktionierenden Kryptowährung XEM. Wir haben bis heute nichts mehr davon gehört und nehmen an, es war ein totaler Flop.

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Dritte Halbierung bei Bitcoin in diesen Tagen

2012.
2016.
2020.

Seit Bestehen der Kryptowährung Bitcoin steht nach dem Erreichen einer bestimmten Anzahl Blöcken (210.000) dieser Tage die erst dritte Halbierung an, das sogenannte halving. So will es das 2008 von dem Hacker bzw. Hackerkollektiv Satoshi Nakamoto programmierte Protokoll. Einer Inflation soll so vorgebeugt werden, der Sinn einer begrenzten, an Wert gewinnenden Währung erhalten bleiben.

Mining bitcoins
Oben: Bitcoin-USB-Miner der ersten Generation beim Erzeugen der Digitalwährung, ca. 2013/2014

Wer es schafft einen neuen Block zu errechnen und es in die Blockchain einzutragen (heutzutage mit handelsüblicher Hardware ein Ding der Unmöglichkeit), erhält ab Ende dieser Woche „nur“ noch 6,25 statt der seit 2016 versprochenen 12,5 Bitcoins. Laut dem aktuellen Kurs sind das derzeit immer noch rund 50.000€…

Überhaupt, der Kurs: er ist jüngst wieder beim Stand von vor dem Ausbruch der weltweiten Coronakrise angekommen, kratzt wie das letzte Mal am 19. Februar hart an der Grenze zur psychologisch wichtigen Marke von 10.000$. Es wird wieder spekuliert, was das Zeug hält, Krise hin oder her. Denn: wie immer rechnet so mancher Miner und andere Spekulant mit einer satten Preissteigerung durch das Event des halving.

Wir wünschen es dem Bitcoin! Und werden selber mitspekulieren, natürlich über unseren Hausbroker Bitpanda. Es werden keine hohen Beträge sein. Doch wie sagte Großmutter immer: „Kleinvieh macht auch Mist!“ 😉

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Rankings von DApps

Was eine DApp ist, ist mittlerweile schnell erklärt.

Welche DApp wirklich erfolgreich ist, sowie Details zu dieser Applikation und auf welcher Technologie diese aufbaut, dagegen weniger.

Wie gut, dass es mittlerweile Ranking-Webseiten von DApps gibt, die uns helfen Licht in das DApp-Dunkel zu bringen!

Zwei davon wollen wir mit diesem Beitrag vorstellen.

* State of DApps

StateOfDApps-Screenshot

Macht was es soll und ist auch sehr übersichtlich
Man kann filtern nach Plattform (z.B. Ethereum, EOS, etc.) oder Kategorie. Farblich hinterlegt sind Kategorien, Plattformen grau.
Benutzeraktivität wird auf einen Blick für 7 und 30 Tage ersichtlich.
Umsatz sowie Nutzer in den letzten 24 Stunden ebenso.
Das Interface ist derzeit für sechs verschiedene Sprachen erhältlich.
Gegründet um 2017/2018(?).
Kommunikation mit dem Team möglich über Twitter, Telegram (empfehlen wir aus Sicherheitsgründen nicht), Steem, etc.

* DappRadar

DappRadar-Screenshot

Macht was es soll, wenn nicht gerade Cloudflare ausfällt…
Filterung nach Kategorie oder Protokoll, ähnlich wie andere Anbieter
Nutzer, Umsätze, Transaktion und Aktivität auf einen Blick ersichtlich
Mittlerweile größerer Bekanntheitsgrad
Interface in vier Sprachen
Gegründet 2018
Großes Plus ist die Transparenz der genutzten Techniken/Quellen
Kommunikation zum Team über Facebook, Twitter, reddit, etc.

Wir sehen, in welche Richtung es hier geht, gehen soll.

Ob das jetzt zwei, vier oder hundert erhältliche Anbieter im Internet sind, die uns die gesuchte Information zur Verfügung stellen, ist eigentlich egal. Wir haben aktuell auch gar keine Präferenz. Beide Aggregatoren gehören, auch wenn erst 2017/2018 gegründet, zu Pionieren auf dem Gebiet. Es werden also nicht weniger werden und wir sind sicher, dass beide noch wichtiger werden die nächsten Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte.

Wir von kryptogeld.io sind immer auf der Suche nach „was Fleischigem“. Auch wir haben uns mittlerweile durch unzählige Whitepaper gewühlt, Kryptogeld-Projekte kommen, und auch oft viel zu schnell sterben sehen. Für uns ist am Ende am Wichtigsten, was kommt eigentlich, wenn überhaupt, bei der jeweiligen, im Whitepaper meist sehr großspurig angekündigten, neuen Entwicklung tatsächlich heraus? Und hier bieten beide Plattformen eine essentielle Wissensgrundlage, die man nicht nur im Hinterkopf behalten sollte, wenn man in Blockchain-Plattformen investieren will.

Was bisher auch auffällt: an Ethereum kommt auf dem Gebiet niemand vorbei. Verständlich, Smart Contracts und DApps wurden durch das von Vitalik Buterin gegründete Projekt erst richtig populär. Und wir reden hier von einem absolut mickrigen Zeitraum: 2015 bis heute.

Wir sind gespannt, wie es hier weiter geht und wünschen uns natürlich nicht nur richtig viele geile, faszinierende DApps, sondern auch die eine oder andere weitere Plattform, die solche neuen Programme ermöglicht! Und nie vergessen: streng genommen muss eine Plattform für diese Art Programm dezentral ausgelegt sein. Gegen wen dieser Seitenhieb aktuell gemeint ist: selber rausfinden, z.B. über das Kryptowiki! ^^

Happy Coding,
kryptogeld.io

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Blockchain-Gaming

Frohes Neues! Keep HODLing!

Mit unserem ersten Beitrag im brandneuen Jahr 2020 wollen wir einen Blick riskieren auf eine völlig neue Domain des Gaming: Blockchain-Gaming!

Blockchain-Games via whatoplay.com

Der Review-Aggregator whatoplay listet aktuell 388 auf einer Blockchain basierende Videospiele, die man sich mit einer Dropdown nach Genre sortiert anzeigen lassen kann:

https://whatoplay.com/blockchain/.

Natürlich sind die „Blockbuster“ darunter, wie das 2017 gestartete „Cryptokitties“ oder „Etherions“ aus 2018, doch um zu seinem individuellen Geschmack ein passendes Spiel zu finden ist man doch eine Weile mit Recherche beschäftigt.

Absoluter Link-Tipp!

Wer mag, der findet auch rechts von der Auflistung in einer Art Sidebar MitspielerInnen oder entsprechende YouTube-Kanäle.

Blockchain-Games gehören von der Definition her zu den sogenannten DApps, also werden als dezentrale Applikationen bezeichnet. DApps werden als mögliche „Killer-Applikation“ von Blockchain-Systemen gehandelt und sollen auf lange Sicht der Technologie zum Durchbruch verhelfen. Jedoch sind nicht alle DApps damit automatisch dem Gaming zuzuordnen. Denkbar wäre eben auch ein Betriebssystem oder eine App wie Google Earth auf dieser Grundlage.

Zum Schluss noch der Hinweis, dass die Nutzung der Games immer auch Gebühren in Form von Token kostet. Eine entsprechende Session kann da sehr schnell teuer werden.

Ferner warten wir hier noch auf einen Meilenstein à la couleur „GTA“, „Starcraft“ oder „Final Fantasy“ – und hier sind auch gegenwärtig viel mehr Parameter als nur Geduld gefragt. Dennoch: ein erster Anfang ist hier definitiv gemacht.

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Visualisierungen zur neuen Kryptogeld-Wirtschaft

Alles sieht schöner und verständlicher aus, wenn es in bunte Grafiken verpackt wird!

So oder so ähnlich haben das wohl auch die App-Entwickler von Abra gedacht und zahlreiche nützliche und mit hohem Informationsgehalt gefüllte Visualisierungsgrafiken zur New Economy der Kryptowährungen erstellt.

Eine widmet sich z.B. den verschiedenen Arten von Kryptogeld, die wir hier direkt einbinden möchten:

Die Themen der weiteren Grafiken in der Kurzübersicht:

* das Kryptogeld-Ökosystem
* Vorteile für das digitale Finanzwesen
* Kategorien
* Taxonomie bzw. Arten (siehe oben)
* Wachstum der Kryptogeld-Wirtschaft
* kurzer Ausblick zum Abschluss

In voller Größe und weiteres Detailwissen dazu findet man bei den Kollegen von Visual Capitalist: https://www.visualcapitalist.com/visualizing-the-new-cryptocurrency-ecosystem/.

Mit diesem Beitrag verabschiedet sich das Team von kryptogeld.io von 2019!

Wir hoffen Ihr hattet eine Menge (Lese-)Spaß bei uns und konntet viel Neues mitnehmen wie wir auch!

kryptogeld.io wünscht Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Empfehlen Sie uns weiter und auf bald,
herzlichst, kryptogeld.io

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Wissenschaftliche Studie: Energiehunger von Bitcoin

Ashalim Power Station
Oben: Sonnenkraftwerk von Ashalim, 260 Meter hoch, in der Wüste von Negev

Kryptowährungen zu erzeugen und aufrechtzuerhalten erfordert nicht nur spezielle Hardware (ASICs), sondern auch entsprechend Energie.

Von daher war es im Medien-Boom-Jahr zum Thema Kryptogeld, 2017, fast logisch, dass sich diverse Medien um den Energiehunger von z.B. Bitcoin große Gedanken machten.

Wissenschaftlich waren diese Berichte nie, jedoch populistisch, zumindest jedoch polemisch: sie reichten von dem „Energieaufwand mittelgroßer Länder“ (NY Times), über „bis 2019 dem Stand der gesamten USA“ („weforum“) bis zu „Bitcoin wird alleine dafür verantwortlich sein die globale Erderwärmung über 2 Grad zu drücken“ (Nature).

Irgendwann danach kam dann, zum Glück, die IEA, zu deutsch Internationale Energieagentur (Frankreich). Und die haben sich tatsächlich die Mühe gemacht den Energieaufwand für Bitcoin wissenschaftlich zu untersuchen. Zum ersten Mal überhaupt. Einfach war es nicht.

Das Ergebnis lässt sich hier nachlesen (englisch): https://iea.org/newsroom/news/2019/july/bitcoin-energy-use-mined-the-gap.html.

Erklärt wird zuerst warum und wie eine Technologie wie die Blockchain überhaupt Energie benötigt. Das ist schon ganz gut gemacht und erfordert lediglich zwei kleinere Textpassagen.

Im wichtigsten Abschnitt, „How much energy is bitcoin using today?“, wird geschätzt, pro Jahr liege der Konsum von Energie aktuell bei 20-80TWh oder 0,1-0,3% des globalen Energiehungers.

Klingt nach nicht viel, vergleichbar mit dem Äquivalent bis dreifachen des Landes Irland zum Beispiel. Oder dem 1,5-fachen, was E-Fahrzeuge im Jahr 2018 global verbrauchten.

Der IEA gelingt auch hier wieder sehr gut das in zwei mittelgroße Diagramme zu pressen. Und tatsächlich zeigt hier die Kurve nach oben. Bei diesem berechneten Verbrauch wird es zukünftig also nicht bleiben.

Doch wie kommt die IEA überhaupt zu einem Ergebnis?

Auch das war alles andere als einfach, mussten hierfür nämlich Quellen angezapft werden, die es erst seit 2017 so gab.

Diverse Methologien werden von unterschiedlichen Anbietern entwickelt, die nahezu alle in Konkurrenz zueinander stehen. Und auch noch unterschiedliche Herangehensweisen haben, die oft zu ungenau sind. Innerhalb des Zeitraums 2017 bis 2019 reden wir schon von einem Dutzend. Unmöglich hier als Technologiebegeisterter oder gar als Laie den Überblick zu behalten.

In einem weiteren wichtigen Abschnitt, „Comparing methodologies“, werden diese im Detail untersucht. Hierbei zeigt sich erneut, dass das gelieferte Ergebnis dennoch mit Vorsicht zu genießen ist und auch warum.

Wie man nachlesen kann, und das zum ersten Mal überhaupt wissenschaftlich untermauert, ist etwas dran am Energiehunger von Bitcoin. Klaro. Sensationalistischen Meldungen schiebt die IEA jedoch mit den Untersuchungen hier definitiv einen Riegel vor (Beispiel oben: „Nature“).

Es wird mehr Untersuchungen, auch von anderen Energiebehörden oder wissenschaftlichen Einrichtungen wie Universitäten brauchen, um das alles im Auge zu behalten zum einen, als das auch weiter granular aufdröseln können zum anderen.

Und nie vergessen: von den derzeit allein auf CoinMarketCap gelisteten 4836 Kryptowährungen wurde bislang nur Bitcoin dermaßen intensiv wissenschaftlich auf Energiekonsum untersucht. Wir stehen hier nach wie vor am Anfang und werden uns von solchen Meldungen wie oben gelistet die nächsten Monate und Jahre wohl leider noch nicht komplett verabschieden können. Doch immerhin ist es ein Anfang, auf den aufgebaut werden kann (und sollte).

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